AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Diese Vertragsbedingungen gelten für sämtliche in dem Tattoostudio „Atelier Mitsch“ anzufertigenden Tätowierungen unabhängig von der jeweils ausführenden Person.

2. Sämtliche vertraglichen Vereinbarungen zur Erstellung einer Tätowierung gelten immer und ausschließlich zwischen dem beauftragten Tätowierer persönlich und dem Kunden.

3. Kinder und Jugendliche werden nicht tätowiert. Desweiteren behalten wir uns vor, auch volljährige Kunden im Einzelfall – beispielsweise bei ideologisch begründeten Motivwünschen – abzulehnen.

4. Des weiteren bitten wir um Verständnis dafür, dass wir aus urheberrechtlichen Gründen keine fremden Tattoos oder Tattovorlagen vervielfältigen

5. Der Kunde leistet mit Vertragsschluss eine Anzahlung. Die Anzahlung dient zur Fixierung des vereinbarten Tattootermins. Sie ist an den Kunden nur zurückzuzahlen, wenn entweder

  • eine Terminabsage durch den Kunden spätestens fünf Tage vor der Durchführung des ersten der vereinbarten Termine erfolgt, oder
  • eine spätere Absage des ersten der vereinbarten Termine aufgrund von Umständen erfolgt, die der Kunde nachweislich nicht zu vertreten hat, oder
  • der Tätowierer den Termin aufgrund von Gründen absagt, die er zu vertreten hat

Eine Rückerstattung der Anzahlung ist ausgeschlossen sobald mit der Tätowierung begonnen oder ein zeichnerischer Entwurf der Tätowierung erstellt wurde.

Die Rückerstattung der Anzahlung erfolgt – außer in denjenigen Einzelfällen Fällen in denen dies für den Kunden unzumutbar ist – in Form eines Gutscheins in Höhe der geleisteten Anzahlung. In den besagten Ausnahmefällen erfolgt sie in bar.

Soweit die Terminabsage nach der Fertigung eines Entwurfs erfolgt, hat der Kunde keinen Anspruch auf eine Überlassung der Entwurfszeichnung. Dies dient der Sicherung der Urheberrechte des jeweiligen Tätowierers.

Die Anzahlung wird mit dem später zu entrichtenden Gesamtpreis der Tätowierung verrechnet. Erfolgt eine Bezahlung in mehreren Terminen, so wird die Anzahlung mit dem für den letzten Termin zu leistenden Honorar verrechnet.

6. Bei Umfangreichen Tätowierungen mit zeitintensiver Entwurfstätigkeit kann für die Entwurfstätigkeit eine im Einzelfall nach erwartetem gestalterischem Aufwand festzulegende Pauschale verlangt werden. Dies gilt insbesondere für wechselnde Motivwünsche des Kunden.

Der Kunde erhält an dem gefertigten Entwurf – soweit dieser nicht in eine Tätowierung überführt wird - ein zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht. Jegliche Vervielfältigung des Entwurfs – insbesondere in Form einer Tätowierung – Veröffentlichung oder Veräußerung ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Urhebers untersagt. Dies gilt – jenseits der Regelung des § 24 Abs. 1 UrhG - auch, soweit der Entwurf verfremdet, umgestaltet oder modifiziert wird.

Entwürfe eines fertiggestellten Tattoos werden dem Kunden nicht überlassen, es sei denn, er wünscht diese gesondert zu erwerben.

7. Im Falle einer Terminabsage durch den Kunden aufgrund von Umständen, die er nicht zu vertreten hat, hat dieser Anspruch auf die Vereinbarung jeweils eines Ersatztermins. Im Falle der Vereinbarung eines solchen hat der Kunde keinen Anspruch auf die Rückzahlung der geleisteten Anzahlung.

Erfolgt die Terminabsage aufgrund von Umständen die der Kunde zu vertreten hat, so steht die Vereinbarung von Ersatzterminen im Ermessen des Tätowierers. Zudem ist der für den ausgefallenen Termin veranschlagte Sitzungspreis als Schadensersatz zu leisten soweit der Kunde nicht nachweist, dass ein Ausfallschaden (z.B. durch das Tätowieren eines anderen Kunden) nicht entstanden ist. Ein Recht auf bevorzugte Behandlung bei der Vergabe eines Ersatztermins besteht nicht.

In Fällen einer Terminabsage durch den Tätowierer wird ein Ersatztermin vereinbart, welcher zum frühestmöglichen Zeitpunkt stattzufinden hat.

8. Die Durchführung eines jeden Termins steht unter dem Vorbehalt, dass der Kunde sich bei diesem nicht in einem Zustand befindet, welcher der Durchführung der Tätowierung entgegensteht. Hierzu zählen insbesondere

  • Alkohol- oder Betäubungsmittelintoxikation,
  • Die Einnahme gerinnungshemmender oder sonstiger Medikamente, welche die Durchführung einer Tätowierung ausschließen oder wesentlich erschweren,
  • Die unabgesprochene Applikation von Oberflächenanästhetika
  • Erkrankungen, welche die Durchführung einer Tätowierung ausschließen oder wesentlich erschweren,
  • Eine bekannte Allergie gegen Inhaltsstoffe von Tätowierfarben oder sonstige Tätowiermittel,
  • ein für den Tätowierer unzumutbarer hygienischer Zustand des Kunden,
  • ein Geistes- oder Reifezustand, welcher der wirksamen Einwilligung in eine Körperverletzung entgegensteht.
  • Schwangerschaft oder Stillzeit der Kundin

Dasselbe gilt, wenn der Kunde sich auf eine Art und Weise verhält, welche die erfolgreiche Anfertigung einer Tätowierung als unsicher erscheinen lässt.

Der Kunde hat vor jedem Termin eine schriftliche Einwilligungserklärung abzugeben. Unterlässt er dieses oder ist er rechtlich hierzu nicht in der Lage oder liegt sonst ein in diesem Vertrag geregelter Grund in der Person oder dem Verhalten des Kunden vor, welcher der Durchführung des jeweiligen Termins entgegensteht, so gilt dies als Terminabsage durch den Kunden aufgrund von Umständen, die er zu vertreten hat. Für die Folgen unwahrer oder unvollständiger Angaben über den Gesundheitszustand wird keine Haftung übernommen.

9. In der Regel kommt es vor dem eigentlichen Tattootermin zu 2-3 Vorgesprächen. Je nach geplantem Projekt. Das erste Treffen findet samstags zum Besprechungstag statt, das zweite Treffen ist zur genauen Absprache des Projektes (Vorstellung, Motivbesprechung, Köperstelle der Tätowierung, Größenanpassung ect.) gedacht. Das dritte Treffen findet nur statt wenn eine Erstellung einer Vorlage/Skizze von Nöten ist und wird in der Regel auf den Samstag vor dem Tattootermin gelegt um eventuelle Unklarheiten im Vorfeld zu klären. Sollten weitere Beratungs- oder Besprechungstermine notwendig werden, wird hierfür eine gesondert zu leistende Aufwandspauschale zwischen € 50,- und € 100,- (je nach Zeitaufwand) berechnet.

10. Soweit es sich bei der Tätowierung um ein Cover-Up handelt wird keine Gewähr dafür übernommen, dass eine vollständige Abdeckung des zu überdeckenden Tattoos erreicht wird. Zugleich wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es aufgrund von Wechselwirkungen zwischen der bereits vorhandenen und der neu einzubringen Tätowierfarbe sowohl zu ästhetisch ungewollten Ergebnissen als auch nicht vorhersehbaren Reaktionen der Haut kommen kann. Für die Folgen solcher Interaktionen zwischen dem bereits vorhandenen Tattoo und der Cover- Up Tätowierung kann eine Haftung nicht übernommen werden.

11. Soweit es auf den zu tätowierenden Hautarealen im Vorfeld der Tätowierung zu einer Laserbehandlung gekommen ist, kann dies die Qualität und Haltbarkeit der Tätowierung nachteilig beeinflussen. Für unerwünschte optische Effekte, Farbabweichungen, Narbenbildungen, Farbverläufe, Wundheilungsstörungen und/oder sonstige unerwünschte Folgen der Tätowierung laserbehandelter Haut kann ebenfalls keine Haftung übernommen werden. Das vorstehende gilt nicht, soweit die obigen Folgen vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit des Tätowierers verschuldet wurden. Das Vorstehende gilt gleichermaßen für das Tätowieren von Narbengewebe.

12. Für die orthografische Richtigkeit einer Tätowierung – gleich in welcher Sprache - wird keinerlei Haftung übernommen. Der Kunde wird ausdrücklich aufgefordert, sich vor der Durchführung der eigentlichen Tätowierung zu versichern, dass der gewünschte Schriftzug die begehrte Schreibweise und korrekte Rechtschreibung aufweist.

13. Für Komplikationen bei der Wundheilung und daraus möglicherweise resultierende Folgen (Wundinfektionen, Vernarbungen, Beschädigung der Tätowierung etc.) infolge von Nachsorgefehlern oder Nachlässigkeiten durch den Kunden wird keine Haftung übernommen. Der Kunde wird aufgefordert, sich an die ihm überlassene Pflegeanleitung zu halten und im Falle eines unerwarteten Heilungsverlaufs unmittelbar mit uns in Kontakt zu treten oder – bei erheblichen Problemen – einen Dermatologen aufzusuchen.

14. Sollte es im Zuge der Abheilung der Tätowierung zu Farbverlusten der Tätowierung kommen, so kann der Kunde ein unentgeltliches Nachstechen nur dann verlangen, wenn diese ihre Ursache nicht in einer unsachgemäßen Pflege der Tätowierung nach der Durchführung des Termins haben und der Kunde innerhalb von 3 Monaten nach der Fertigstellung der Tätowierung vorstellig wird. In allen anderen Fällen sind Nachstechtermine entgeltlich. Wird ein vereinbarter Nachstechtermin durch den Kunden nicht wahrgenommen, die so gilt Ziffer 6 dieser Vertragsbestimmungen entsprechend. Ist der Terminausfall von dem Kunden zu vertreten, so wird für den Folgetermin eine Pauschale von € 50,- berechnet.

15. Für die Verschmutzung, Beschädigung oder den Verlust mitgebrachter oder bei dem Termin getragener Kleidung oder mitgeführter Wertgegenstände wird keine Haftung übernommen es sei denn der diesbezügliche Schaden beruht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit unsererseits

16. Der Kunde gewährt dem Tätowierer ein unentgeltliches inhaltlich, räumlich, sowie zeitlich unbeschränktes Nutzungs-, Vervielfältigungs- und Veröffentlichungsrecht an sämtlichen Fotografien, welche dieser von der erstellten Tätowierung anfertigt. Dem Kunden ist es seinerseits untersagt, von den in den Geschäftsräumen vorhandenen Tattoo-Vorlagen und –Abbildungen Vervielfältigungen jeglicher Art anzufertigen. Verstöße hiergegen werden nicht nur mittels der dafür vorgesehenen urheberrechtlichen Sanktionen verfolgt sondern haben außerdem ein Hausverbot zur Folge.

17. Der für eine Tattoositzung zu entrichtende Werklohn ist im Anschluss an den Termin vollständig und bar zu entrichten. Sollte sich im Anschluss an eine Sitzung herausstellen, dass der Kunde über die nötigen Barschaften nicht verfügt, behalten wir uns das Recht vor, einen Wertgegenstand als Pfand einzubehalten bis der vollständige Sitzungspreis entrichtet ist. Ferner ist der Kunde verpflichtet, in uns gegenüber diesem Fall ein schriftliches selbständiges Schuldanerkenntnis zu unterzeichnen.

18. Es gelten ergänzend die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches in der jeweils gültigen Fassung soweit diese nicht zu diesen Geschäftsbedingungen im Widerspruch stehen.